Finanzierung

Finanzierung bedeutet, dass erforderliche Geldmittel für den Kauf von Konsumgütern oder eines Eigenheimes von dem Käufer oder einem Kreditinstitut bereit gestellt werden. Hier wird zwischen Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung unterschieden. Bei einer Eigenfinanzierung wird vorhandenes verfügbares Kapital genutzt. Dabei kann es sich um Wertpapiere, Sparguthaben oder Bausparguthaben handeln. Auch Guthaben, das bei Banken angelegt ist, kann zur Eigenfinanzierung genutzt werden. Besonders beim Bau von Häusern zählt die eigene Arbeitskraft ebenfalls zum Eigenkapital, und wird als Eigenfinanzierung genutzt. Die Fremdfinanzierung ist, wenn der Kreditnehmer fremdes Kapital benötigt. Hierbei wird zwischen kurzfristigen und langfristigen Krediten unterschieden.

Kurzfristige Kredite sind für Verbraucher der Dispokredit, das heißt, das Girokonto wird kurzfristig überzogen. Der dabei fällige Überziehungszins ist deutlich höher als bei langfristigen Krediten. Dafür fällt hier keine Bearbeitungsgebühr an, und eine Rückzahlung bzw. ein Ausgleichen des Kontos ist jederzeit möglich. Die Höhe des Dispositionskredites beträgt in den meisten Fällen das Dreifache der monatlichen Geldeingänge auf diesem Girokonto und wird bei Abschluss des Girokontovertrages festgelegt, mit der Möglichkeit später verändert zu werden.

Zu den langfristigen Krediten zählen Konsumentendarlehen, Schuldscheindarlehen und Immobiliendarlehen. Leasingverträge sind eine Sonderform der Fremdfinanzierung. Vor Abschluss von Darlehen werden die Darlehenssumme, die Laufzeit des Darlehens und die Höhe der monatlichen Raten festgelegt. Hier sind erhebliche Unterschiede feststellbar, die sich durch unterschiedlich hohe Zinsen ergeben. Nach Prüfung der Unterlagen des Darlehensnehmers kann der Darlehensvertrag abgelehnt oder genehmigt werden. Ergeben sich bei der Überprüfung Zweifel an einer fristgemäßen Rückzahlung des Darlehens, wird der Darlehensvertrag abgelehnt.

Einen positiven Bescheid bekommt der Antragsteller, bei dessen Überprüfung keine Zweifel an der Bonität des Kunden aufgekommen sind. Der Darlehensnehmer bekommt den vereinbarten Kreditbetrag ausgezahlt, und hat dadurch die Möglichkeit Konsumgegenstände oder Immobilien zu finanzieren. Bereits vor Antragstellung sollte sich der Kunde bei verschiedenen Kreditinstituten und Banken informieren, um sich dann für das günstigste Angebot zu entscheiden. Als guten Richtwert kann bei der Baufinanzierung 1,6% betrachtet werden.

Für einen potenziellen Bauherren ist es neben den bereits erwähnten Finanzierungen für Immobileindarlehn auch wichtig anderweitig Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen, um bei der Erstellung des Gebäudes nicht in Regress genommen zu werden. Hier ist die Bauherrenhaftpflicht eine wichtige Versicherung, um Schäden von dem Bauherren abzuwenden