DSL

DSL ist die Abkürzung für Digital Subscriber Line. Man versteht darunter eine schnelle Internetverbindung (oft als Breitband bezeichnet). Während die älteren Modem- und ISDN-Verbindungen nur Übertragungsgeschwindigkeiten von 56 bis 128 kbit/s erreichen, startet DSL bei 1000 kbit/s. In den Anfangsjahren des DSL-Standards wurden meist 1000 oder 2000 kbit/s angeboten. Heute sind des Öfteren bereits 6000 kbit/s Standard. An vielen Orten werden auch schon 16.000, 20.000, 32.000 kbit/s und mehr angeboten. Technisch möglich sind zurzeit Werte bis zu 500.000 kbit/s.

Zur Übertragung werden einfach die vielerorts vorhandenen Kupferkabel genutzt. Auch dies dürfte ein Grund sein, dass sich DSL in den letzten Jahren rasend schnell verbreitet hat. Bei den vorhandenen Telefonanschlüssen muss baulich oft nichts verändert werden. Die verlegten Kupfer-Doppeladern des vorhandenen Telefonnetzes reichen aus. Das analoge DSL-Signal wird über die Telefonleitung von der Vermittlungsstelle (die im Umkreis weniger Kilometer liegen sollte) und dem DSL-Modem des Kunden übertragen.

DSL ist eine wichtige Voraussetzung, um viele moderne Angebote des Internets nutzen zu können. Wer gerne Internet-TV sieht oder auch Filme über Videoportale, ist auf eine Breitbandverbindung angewiesen. Auch die Webcam überträgt nur bei einer gut funktionierenden DSL-Verbindung flüssige Bilder. Internet-Telefonie etwa mit Skype setzt auch DSL voraus. Bei langsameren Verbindungen kann die Gesprächsqualität leiden oder es kommt gar keine Verbindung zustande.

Eine schnelle DSL-Verbindung ist also keineswegs nur interessant, um sich Programme oder Dateien schneller herunterladen zu können. Der Komfort bei vielen Internetaktivitäten wird durch DSL Anschlüsse erheblich erhöht. Schnelle DSL-Anschlüsse sind heute recht günstig zu erwerben. Oft werden sie sogar kombiniert mit einem Telefon-Anschluss. Viele Anbieter offerieren dem Kunden nach einer gewissen Laufzeit auch höhere Durchsatzraten zum gleichen Preis.