Bestellen
Beim Bestellen auf Rechnung zahlt der Kunde erst nach Erhalt seiner Rechnung, wobei meist eine Zahlungsfrist von mindestens 14 Tagen gesetzt wird. Für den Käufer ergibt sich so der Vorteil, dass er seine Ware erst dann bezahlen muss, wenn er sie bekommen hat und auch tatsächlich behalten möchte. Da innerhalb dieses Zeitraums vom gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch gemacht werden kann, kann er den Rechnungsbetrag selbstständig um den Wert der zurückgesendeten Waren mindern. Beim Rechnungskauf entfällt daher die oft recht aufwändige Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen.
Das Zahlen auf Rechnung ist von allen Zahlungsarten die sicherste und sollte, wenn sie vom Händler angeboten wird, immer ausgewählt werden. Gerade bei kleineren Händlern, die nicht so bekannt sind, ist immer etwas Vorsicht angebracht. Bietet der Händler jedoch den Kauf auf Rechnung an, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er wirklich seriös ist und dass man ohne Bedenken bei ihm bestellen kann.
Da für den Händler ein gewisses Risiko darin besteht, seine Ware ohne vorherige Zahlung des Kunden zu verschicken, wird er in der Regel vor dem Versand eine Schufa-Auskunft einholen, um sich über eventuelle Zahlungsprobleme des Kunden zu informieren. Da auch zu spät gezahlte Rechnungen zu Schufa-Einträgen führen können und der Händler Statistiken über die Zahlungsmoral seiner Kunden führt, sollte man beim Rechnungskauf immer die Zahlungsfrist einhalten. Bei wiederholten Zahlungserinnerungen und Mahnungen kann es passieren, dass der Händler bei der nächsten Bestellung den Rechnungskauf verweigert.
Bei vielen Versandhändlern ist beim Kauf auf Rechnung auch eine Ratenzahlung des Rechnungsbetrages möglich. Der Kunde gibt seinen Teilzahlungswunsch dabei einfach im Bestellformular mit an. Der Zinssatz für die Ratenzahlung ist bei vielen Versandhändlern allerdings recht hoch, so dass besonders bei sehr vielen kleinen Monatsraten der gesamte Kaufpreis viel höher ist als bei einer Einmalzahlung.